Das verflixte Strumpfband

Die graue Hochnebeldecke hängt tief. Das Thermometer zeigt kalte 3°C an. Ein ganz gewöhnlicher Samstagmorgen Ende Oktober in Zürich. Für die meisten ja. Nicht so für Anita und Reto. Es ist ihr Hochzeitstag. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Hoch über den Dächern von Zürich legt Corinne die letzten Strähnen von Anitas Brautfrisur ans richtige Ort und ein paar Strassen weiter knüpft Reto gerade die Krawatte.

Und dann ist es so weit. Am Eingang zum Irchelpark sieht Reto seine Anita zum ersten Mal im weissen Brautkleid. Zwei junge Menschen, die sich lieben und sich heute das Versprechen fürs Leben geben wollen. Tiefe, vielsagende Blicke... diesen emotionalen Moment dürfen wir Hochzeits-Reporter festhalten, bewahren für die Zukunft; ...einer der Gründe, warum ich meinen Beruf als Hochzeitsfotograf so liebe.

Nicht nur die Kälte macht uns beim Hochzeitspaarshooting im IrchelparkZürich, zu schaffen. Auch dieses verflixte Strumpfband will sich immer wieder selbständig machen. Zum allgemeinen Amüsement muss Reto unter den Brautrock kriechen und das widerspenstige Stück Textil an seinen vorgesehenen Platz bringen. 

Hochzeitsfotos mit dem Ringen und dem Brautstrauss gehören zu jedem Paarshooting. So natürlich auch hier. Sie greifen der kirchlichen Zeremonie vor und stecken sich für die Hochzeitserinnerungen die Ringe schon mal kurz an die Finger. Aus dem "kurz" wird aber beinahe ein "lang". Denn als Reto nach erfolgreicher Fotosession den Ring wieder von seinem Finger streifen will, weigert sich dieser standhaft. Ob dann schlussendlich der Angstschweiss geholfen hat das edle Stück wieder vom Ringfinger des Bräutigams zu entfernen, kann ich nicht sagen. Jedenfalls liegt am Ende der Ring wieder in seiner Schachtel und wartet brav auf seinen grossen Auftritt in der Kirche von Regensberg.

Eine knappe Stunde später, selbe Akteure, andere Lokation. Vor der Kirche im ehrwürdigen Städtchen Regensberg fährt das Auto mit dem Brautpaar vor. Drinnen wartet schon die ganze Hochzeitsgesellschaft bis endlich das Brautpaar das Gotteshaus betritt. Der Pfarrer vergisst nicht immer wieder in seiner Predigt die berufliche Tätigkeit der beiden bei der SBB einzubauen. In einer eindrücklichen Zeremonie geben sich Anita und Reto das Ja-Wort. 

Nach der Feier erwartet die ganze Gesellschaft vor der Kirche ein Spalier, das sich über den ganzen Platz erstreckt. Selbstverständlich sind alle Arbeitskollegen von der Bahn und viele Freunde da. Der Apéro findet gerade unterhalb der Stadtmauern mit Blick über das ganze Zürcher Unterland statt. Inzwischen hat die milde Oktobersonne den Nebel vertrieben und taucht die ganze Szenerie in weiches Herbstlicht. Die Überraschung des Apéros schlecht hin sind zwei 

Model-Düsenjet-Kunstflieger, die diverse akrobatische Kunststücke am jetzt blauen Nachmittagshimmel zeigen. 
 Ein Künstler schnitzt aus einem Eisblock mit Hilfe von Motorsäge und Meissel eine kunstvolle Eisskulptur, die später abends an der Feier mit Licht von innen beleuchtet ausgestellt wird.

Gegen fünf fährt vor den leuchtenden Augen des Brautpaares eine Stretchlimousine vor, die die beiden zum Restaurant Turbinenhaus in Zürich bringt, wo die Feier bis spät in die Nacht hinein fortgesetzt wird.

Die ganze Hochzeitsreportage erzählt in 150 Hochzeitsfotos kann man hier finden: Hochzeitsreportage Anita & Reto, Zürich

Liebe Anita, lieber Reto,

wir wünschen euch beiden von Herzen alles Gute auf eurem gemeinsamen Lebensweg.

Eure Hochzeitsfotografen

Christian & Pia